Laut WirtschaftsWoche gibt es immer mehr Makler
Laut WirtschaftsWoche gibt es immer mehr Makler
Die WirtschaftsWoche (WiWo) veröffentlichte neue Zahlen des statistischen Bundesamtes, wonach es vor Einführung des Bestellerprinzips im Jahr 2015 58.000 Makler gab, im Jahr 2017 sollen es 70.000 gewesen sein. Statt des angekündigten Makler-Sterbens hätte Deutschland sogar eine wahre Makler-Schwemme erlebt. Zudem seien die Umsätze in der gleichen Zeit um 26 Prozent auf 8,5 Milliarden EURO gestiegen.
Kommentar von Helge Ziegler, Präsident BVFI:
Auf den ersten Blick sind das bombastische Zahlen. Deshalb sollen sie hier hinterfragt werden.
- Der Artikel sagt auch aus, dass viele der neuen Makler sogenannten „Ein-Mann-Hasardeure“ sind, also solche, die meist eine geringe Qualifikation aufweisen. Eine der Ursachen hierfür ist die Weigerung der Politik, einen echten Sachkundenachweis mit der regelmäßigen Pflicht zur Weiterbildung einzuführen.
- Wenn man die 8,5 Milliarden EURO auf die 70.000 Makler verteilt, dann ergibt dies pro Makler einen Jahresumsatz von kaum mehr als 120.000 € inkl. MwSt. Wer die Kostenstrukturen der Maklerbüros kennt, weiß, dass nach Abzug der Geschäftskosten kaum 50 Prozent für den Unternehmerlohn verbleiben, wohlgemerkt brutto und vor Abzug der Sozialversicherungsbeiträge. Es kann also nicht behauptet werden, dass es dem durchschnittlichen Makler finanziell besser geht als einem durchschnittlichen Angestellten. Bei allem Geschäftsrisiko, das er trägt!
Übrigens: In dem selben Artikel gibt es (wieder einmal) einen Verweis auf eine Stellungnahme unseres Vorstandsmitglieds Kai Enders.











