Grüne denken über Enteignungen von Bauland als letztes Mittel nach
Grüne denken über Enteignungen von Bauland als letztes Mittel nach
Im Kampf gegen Wohnungsnot und hohe Mieten setzen die Grünen auf eine Initiative für mindestens eine Million Sozialwohnungen und Enteignungen als letztes Mittel. Unterstützt werden sollten Kommunen, die von der Möglichkeit der Enteignung gegen Entschädigung bei besonders angespannten Wohnungsmärkten Gebrauch machen, heißt es in einem im Internet veröffentlichten Leitantrag des Vorstands für den Parteitag im November. Heftige Kritik kam von CSU und FDP.
Kommentar von Helge Ziegler:
Wer definiert, wann es das „letzte Mittel“ ist? Am Ende sind es die Rechtsprechung oder die Politiker. Letztere müssen, und das ist eben die Grundstruktur der Demokratie, Kompromisse eingehen. Gibst Du mir, dann gebe ich Dir. So ist schon manches auf dem Altar des Kompromisses geopfert worden. Daher: Ein klares Nein zum Vorhaben der Grünen. Wer derartiges androht, verschreckt noch den letzten, der Wohnungen bauen will. Schon die Mietpreisbremse erweist sich mehr und mehr als Investitionsbremse. Was schon in der DDR nicht funktionierte, funktioniert auch in der BRD nicht! Wann kapieren das die Herren in den Parlamenten endlich?
Ohnehin entpuppt sich Bündnis90/Die Grünen immer mehr zu einer Verbotspartei: Dieselverbot, Flugverbot, Tempolimit, Mietpreisbremse, Deckelung der Maklerprovision. Und dann diese Scheinheiligkeit: Mehr Wohnraum fordern aber gegen den Ausbau von neuen Baugebieten, die Verdichtung der Bebauung oder der Aufstockung von Gebäude sein. So langsam drängt sich einem der Verdacht auf, dass unter dem Mäntelchen „Klimaschutz“ eine ganz andere Gesellschaftsform für unsere Republik angestrebt wird. Ganz anders liest sich da die Offensive der FDP.











